Bad Vilbeler Zeittafel
Bad Vilbel hat eine lange und bewegte Geschichte.
Die wesentlichen Daten und Ereignisse sind in dieser Zeittafel zusammengestellt.
5000 vor Chr
Jungsteinzeitliche Besiedlungen in den Gemarkungen von Vilbel, Gronau und Massenheim.
Um 1800 vor Chr.
bis zur Zeitwende Siedlungsnachweise durch Funde aus der Bronze- und Eisenzeit.
11 vor bis 260 nach Chr.
Römische Besetzung der Wetterau. Ausbau wichtiger Verbindungsstraßen, Errichtung von Gutshöfen und anderer Bauten. Zeitzeuge ist der Vilbeler Mosaikboden.
Um 500
Nachweis für die Bevölkerung unserer Region sind Merowinger-Reihengräber.
600 bis 700
Intensive Besiedlung und beginnende Christianisierung.
719
Der Angelsachse Wynfried wurde als Mönch mit dem Namen Bonifatius Missionar in unserem Gebiet.
754
Bonifatius (geboren 673 in Wessex, England) starb und wurde auf seinem letzten Weg von Mainz nach Fulda auch durch Vilbel getragen. Daran erinnert der Bonifatius-Weg, der von Mainz nach Fulda auch durch die Gemarkung von Bad Vilbel führt.
774
Erste urkundliche Namensnennung von Vilbel in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch als „Felwila“ mit der Bedeutung als Ort beim alten Gemäuer mit Weiden. Erste urkundliche Nennung von „Nithagowe“ als Niddagau. Dazu zählten auch die Siedlungen Vilbel, Dortelweil und Gronau.
775
Erste urkundliche Namensnennung von Massenheim in der noch heute üblichen Schreibweise mit der Bedeutung aus dem fränkischen als „Heim des Masso“.
784
Erste Namensnennung von Dortelweil als „Turchilwila“ in der aus der lateinischen/römischen Sprache abgeleiteten Bedeutung als „Gutshof mit Weinkeller“.
786
Erste urkundliche Namensnennung von Gronau als „Gronowe“, was „grüne Aue“ bedeutet.
830
Urkundliche Erwähnung eines Königsguts mit 57 Hektar Land, Freihufe, Mühle und Förster.
1057
Erste Nennung von „Wethereibe“ als Wetterau.
1128
Erste Nennung des königlichen Dienstmannes (ministeriale milites, Ritter) Walter von Vilbel. Dieses ritterliche Geschlecht ist nachgewiesen bis 1540. Es stellte 400 Jahre lang nicht nur in Vilbel viele wichtige Persönlichkeiten. Berüchtigt und gefürchtet war Ritter Bechtram V. von Vilbel, der trotz seiner Verpflichtungen gegenüber seiner Herrschaft und der Stadt Frankfurt immer wieder mit seinen Raubüberfällen seine eigene Kasse aufbesserte, bis er 1420 in Frankfurt hingerichtet wurde.
1178
Vilbel, Massenheim und Gronau in kirchlicher Verwaltung der Collegiatskirche Sankt Peter in Mainz.
1229
Erste Nennung einer Kapelle in Gronau.
1240
Frankfurt erhielt das Messeprivileg als erste Messestadt. Dadurch wurde auch die Verkehrsverbindung nach Norddeutschland durch Vilbel noch bedeutsamer.
1253
König Ruprecht belehnte den Ritter Bechtram von Vilbel mit einem Hofgut in Dortelweil.
1255
Münzenberger Erbteilung. Neue Herrschaften in Vilbel wurden Königstein und Hanau.
1292
Dortelweil gehörte zur Reichsstadt Frankfurt.
1298
Erste Nennungen einer Nikolaus-Kapelle in Vilbel und einer Marien-Kapelle in Massenheim.
1303
Königsgrafschaft Bornheimer Berg mit Vilbel, Gronau und Massenheim.
1309
Eine Mühle und ein Wehr in Vilbel wurden urkundlich erwähnt. Die Mühle war fiskalischer Besitz, wurde 1854 an H. Dozauer verkauft und bis in die Neuzeit betrieben. Nach dem Verkauf an die Stadt und umfangreichen Umbauarbeiten wurde 1991 das Kulturzentrum „Alte Mühle“ eröffnet.
1338
Erste Brückennennung in Vilbel. Davor existierte zumindest eine Furt an einer Niedrigwasserstelle durch die Nidda am heutigen Alten Rathaus.
1342
Kaiser Ludwig gestattete der Stadt Frankfurt die Erhebung eines Brückenzolls in Vilbel (bis mindestens 1732) zur Unterhaltung der Zufahrtsstraße zu den Frankfurter Messen. Die Bewohner von Vilbel und Massenheim waren zum Bau der Brücke fronpflichtig und damit frei von der Abgabe eines Brückenzolls.
1366
In der Reichsstadt Frankfurt hatten auch Vilbel, Dortelweil, Gronau und Massenheim ein Burgrecht.
1367
In einer Rechtsurkunde bestätigte Kaiser Karl IV. der Stadt Frankfurt das Recht, Schultheiß und Gericht des Dorfes Dortelweil zu besetzen.
1399
Erste Zerstörung der Vilbeler Burg. Die Reichsstadt Frankfurt und Ulrich von Hanau verbündeten sich im Kampf gegen Ritter Bechtram V. von Vilbel, der durch Raubüberfälle die Gegend unsicher machte.
1401
Anteil von Vilbel, Dortelweil und Massenheim am Hohemark-Wald.
1420
Hinrichtung des Raubritters Bechtram V. von Vilbel nach einem Raubüberfall in Frankfurt.
1493
Erste Nennung einer Kapelle in Dortelweil.
1521
Erste Schule in Gronau. Martin Luther kam auf seinem Weg von Worms nach Friedberg auch durch Vilbel.
1540
Erste Schule in Vilbel. Der Schullehrer war in diesen Zeiten gleichzeitig Glöckner in der Kirche.
1544
bis 1564 Einführung des evangelischen Glaubens in Dortelweil, Vilbel, Gronau und Massenheim.
1549
bis 1833 Der Solmser Erbvertrag regelte das Nominierungsrecht für den evangelischen Pastor durch das Stift Lich und das Präsentationsrecht durch den Grafen zu Solms-Lich.
1552
Erste Erwähnung des Vilbeler Sauerbrunnens.
1557
Dortelweil wurde anlässlich der Belagerung Frankfurts geplündert und die Bewohner zu Frondiensten und Abgaben gezwungen.
1569
In Gronau wurde die Hauptstraße gepflastert.
1570
Ältestes Gerichtsbuch der Gemeinde Vilbel. Aus Gronau und Dortelweil gibt es ein Gerichtsbuch ab 1595, Massenheims Dorfbücher ab 1751.
1571
An der Stelle, wo heute die 1718/1719 erbaute evangelische Kirche in Gronau steht, wurde eine Kapelle erbaut. Die älteste Gronauer Kirche befand sich im Gronauer Hof und bestand dort mindestens bis 1689.
1573
Errichtung des Fachwerkbaus des Vilbeler Rathauses am Marktplatz.
1574
Neues Backhaus in Gronau.
1577
Dortelweil bekam sein Gemeindesiegel und Wappen vom Rat der Stadt Frankfurt. Bis 1866 gehörte Dortelweil zur Reichs- und Freien Stadt Frankfurt.
1578
Großbrand in Dortelweil. 13 Häuser und 27 Scheunen brannten ab.
1586
Erste Schule in Dortelweil.
1593
Erste urkundliche Erwähnung einer Schule in Massenheim.
1607
Niklaß Hartmann beginnt Bier zu brauen.
1612
Als sich in Frankfurt die niedrigen Stände wegen wirtschaftlicher Nöte und Unterdrückung erhoben, gingen auch die Dortelweiler Bauern wegen der hohen Abgaben gegen die Obrigkeit auf die Straße.
1618
bis 1648 Der Dreißigjährige Krieg wütete auch in unserer Region. Vilbel wurde zur Hälfte, Dortelweil und Massenheim zu zwei Dritteln und Gronau völlig zerstört. Von rund 1.400 Bewohnern zu Kriegsbeginn starben etwa 40 Prozent der Bevölkerung durch die Kriegsereignisse oder Hungersnöte und Seuchen. Es dauerte rund 140 Jahre (1816) bis sich die Einwohnerzahl (rund 1.600) verdoppeln konnte. Die Pest wütete vor allem im Jahr 1626 in der Wetterau.
1640
Die evangelische Kirche wurde von Gonzalischen Reitern zerstört und die Bücher und Aufzeichnungen der Pfarrei verbrannt. Zerstörung der Mühle.
1642
Die Chronik berichtet, dass ganz Gronau und damit auch das Pfarrhaus abgebrannt sind.
1654
Der katholische Glaube wurde in Vilbel wieder offiziell eingeführt. Bis 1775 wurde die ehemalige Sankt-Alban-Kirche von der evangelischen und katholischen Gemeinde gemeinsam benutzt und die Sankt-Nikolaus-Kapelle in der Burg nur an hohen Feiertagen von der katholischen Gemeinde.
1664
In einem Gerichtsprotokoll wurde Vilbel erstmals als „Stadt“ bezeichnet.
1665
Das Handwerk der Lohgerber in Vilbel wurde in einem Gerichtsbuch erstmals genannt.
1673
Das historische Rathaus wurde erstmals als solches bezeichnet. Bis dahin wurde es „Spielhuss“ genannt.
1681
In Dortelweil fielen fast 40 Häuser, Ställe und Scheunen einem großen Feuer zum Opfer.
1684
Vereinbarungen zwischen dem Kurmainzer Erzbischof und dem Grafen von Hanau über die Religionsausübung in Vilbel, nachdem es zu Unstimmigkeiten zwischen der katholischen und evangelischen Kirche gekommen war.
Um 1700
Zwei wegen ihres Glaubens aus Frankreich vertriebene Hugenottenfamilien siedelten sich in Vilbel an. Noch heute gibt es aus dieser Zeit gut erhaltene Bauwerke im Hugenottenstil.
1711
Krönung Karls IV. in Frankfurt. Vilbeler nahmen daran mit einem Rüstwagen teil.
1713
Erster Hinweis auf eine Vilbeler Zunftordnung für 27 verschiedene Handwerkerberufe.
1717
Die älteste noch erhaltene Schule in Vilbel wurde in der Lohstraße neben der evangelischen St. Alban-Kirche, heute Auferstehungskirche, errichtet.
1718/1719
Bau der evangelischen Kirche in Gronau anstelle einer älteren Kapelle.
1719 bis 1725
Bau der katholischen Pfarrkirche Sankt Nikolaus mit einem kleinen katholischen Friedhof in der Friedberger Straße 8/Ecke Schulstraße. Dieser über 200 Jahre alte Kirchenbau wurde 1969 abgebrochen und nach vorübergehender Verwendung des Gemeindesaals wurde 1972 die neu errichtete Pfarrkirche in der Quellenstraße an der Burg eingeweiht.
1726
Aus diesem Jahr stammte die älteste Inschrift auf einer Glocke der katholischen Nikolaus-Kirche. Nachdem die Kirche im ersten Weltkrieg Glocken zum Einschmelzen abliefern musste, wurde 1924 ein neues Geläut angeschafft. Auch im II. Weltkrieg mussten wieder Glocken abgeliefert werden. Erst 1950 wurde die 3. Glocke wieder ergänzt.
1729
Die Zehntscheuer an der Burg wurde erstmals in einer Gemeinderechnung genannt.
1731
Das Fachwerk-Rathaus und daneben eine Scheuer und ein Hirtenhaus wurden in Massenheim errichtet.
1736
Gronau kommt zur Landgrafschaft Hessen-Kassel und gehört bis 1806 dazu.
1751
Ältestes Dorfbuch aus Massenheim.
1756
Eine übersichtliche Vermessungskarte der Gemarkung wurde erstellt. Die Niedererlenbacher erhielten das Recht, aus dem heutigen Massenheimer Römerbrunnen Wasser zu holen und mussten dafür eine jährliche Pacht bezahlen.
1757
In Massenheim gab es eine Pflichtfeuerwehr.
1759
Die Schlacht bei Vilbel und Bergen der Preußen, Hannoveraner, Braunschweiger, Hessen und Engländer gegen die Franzosen wurde von den Alliierten verlust¬reich verloren. Es fanden auch Kampfhandlungen im Vilbeler Wald statt.
1775
Das katholische Pfarrhaus St. Nikolaus in der Schulstraße 6 wurde errichtet.
1775
bis 1783 Auch Vilbeler nahmen an den amerikanischen Freiheitskriegen teil. Die Grafschaft Hanau verkaufte sie an England und sie zogen auf englischer Seite in den Krieg.
1776
bis 1783 Die alte Römerstraße nördlich von Vilbel wurde als Chaussée ausgebaut und das „Chaussée- und Zollhaus“ errichtet, das vom Hessischen Staat in 1870 an den damaligen Bewohner Philipp Carl Hensel III verkauft wurde.
1785
Die Grenze der Gemarkung wurde durch Grenzsteine gekennzeichnet die auf der Vilbeler Seite mit „1785 KM HH“ (für Mainz und Herzogtum Hessen) und auf der Frankfurter Seite mit „1785 F“ (Frankfurt) gekennzeichnet waren.
1785
Der Weg von Vilbel nach Frankfurt wurde als Chaussée ausgebaut.
1790
Es wurde ein „Sigel des Gerichts zu Vilbel“ benutzt, aus dem später das Wappen von Vilbel abgeleitet wurde.
1796
Zweite Zerstörung der Vilbeler Burg und der Vilbeler Nidda-Brücke durch französische Truppen im Koalitionskrieg zwischen Frankreich und Preußen-Österreich. Die Burg war seitdem Ruine mit wechselndem herrschaftlichem und privatem Besitz, bis sie 1955 von der Stadt aus Privatbesitz erworben wurde.
1803
Der Frankfurter Buchhändler Johann Daniel Carl stiftete Dortelweil ein Legat für arme Kinder, das bis 1866 bestand. Zahlreiche weitere Stiftungen zeigten soziale Fürsorge und Verantwortung.
1803
bis 1866 In Gronau war eine Zeit vieler Herrschaftswechsel: 1803 von der Grafschaft zum Kurfürstentum Hanau, 1810 bis 1820 Großherzogtum Frankfurt, 1821 Kurhessen, 1866 Königreich Preußen.
1806
Das Rathaus in Gronau wurde als Fachwerkhaus errichtet. In dem unteren Geschoß wurden ein Backhaus und die Feuerwehr untergebracht.
1806
bis 1815 Die Napoleonischen Kriege brachten auch nach Vilbel Zerstörungen, Plünderungen und Not. Die Bevölkerung hatte viele Dienstleistungen für die durchziehenden Armeen zu entrichten und viele Opfer zu erbringen. Von 1808 bis 1810 und 1813 war das Rathaus als französisches Lazarett benutzt worden. 1813 bis 1814 waren Soldaten einquartiert. Auch Vilbeler Männer zogen in den Krieg.
1808
Die Leibeigenschaft wurde in Gronau nach Erhebung der letzten Zahlung aufgehoben.
1809
Die Leibeigenschaft in Massenheim wurde aufgehoben.
1810
bis 1866 In Massenheim wechselten die Herrschaften häufig: 1810 vom Kurfürstentum Hanau zum Großherzogtum Frankfurt, 1816 zum Kurfürstentum Hessen-Kassel, 1866 zum Großherzogtum Hessen.
1811
Es wurde ein Verbot erlassen, Häuser mit Stroh oder anderen brennbaren Materialien einzudecken.
1816
Die beiden Teile Vilbels (links und rechts der Nidda) wurden nach 561-jähriger Trennung wieder vereint und gehörten ab dann zusammen zum Großherzogtum Darmstadt. Vilbel hatte damals 1.600 Einwohner. Gronau und Massenheim gehörten zum Kurfürstentum Hessen und Dortelweil weiterhin zu Frankfurt.
1817
Das Stadthaus in der Friedberger Straße 6 wurde erbaut. 1821 bis 1845 diente es als Landratsamt und 1852 bis 1862 als Kreisamt für den Kreis Vilbel. 1882 wurde es von der Gemeinde erworben und bis 1933 als evangelisches Pfarramt benutzt, dann Dienststellen der Stadt und Wohnungen bis es ab 1955 ausschließlich als Verwaltungsgebäude der Stadt verwendet wurde.
1817
Einführung der allgemeinen Schulpflicht.
1818
Vilbel wurde Station der Thurn und Taxis'schen-Post mit Brief- und Fahrpost auf der Strecke Friedberg – Frankfurt. Mit dem Durchreisen von vielen Gästen auf dem Weg von und nach Frankfurt begann eine Blütezeit mit der Entstehung vieler Gaststätten, Handwerksbetriebe und Geschäfte.
1820
Vilbel erhielt das Privileg zur Abhaltung von Märkten von Großherzog Ludwig von Hessen. Vorläufer des Markts war die Vilbeler Kerb (Kirchweihfest), die nachweislich bereits im Jahr 1684 abgehalten wurde. Die damals selbständigen Stadtteile hatten bereits eine viel ältere Kerb. Die Dortelweiler Kerb ist seit 1489 und die Gronauer Kerb seit 1569 nachzuweisen. Die Leibeigenschaft im Großherzogtum Hessen wurde aufgehoben.
1821
Vilbel wurde Sitz des Landratsbezirks Vilbel und blieb es bis zum Jahr 1852.
1824
Bau der Landstraße von Vilbel nach Bergen.
1824
bis 1840 Die Wege nach Vilbel, Rendel und Niederdorfelden werden von Bewohnern aus Gronau in Fronarbeit ausgebaut.
1826
Die ersten Vilbeler wanderten in den Zeiten von Hungersnöten nach Amerika und Australien aus. Aus Vilbel waren es 33 Familien, aus Massenheim sogar rund 10 Prozent der Einwohner.
1828
Die evangelische Schule in der Frankfurter Straße 12 wurde errichtet. Das vordere Gebäude ist noch erhalten.
1830
Wetterau Bauernunruhen auch in Vilbel.
1832
Gründung des Kreises Friedberg mit den Landkreisbereichen Friedberg und Vilbel.
1833
Aus Anlass der Vermählung des Großherzogs mit seiner Gemahlin Mathilde wurde das „Mathildenstift“ durch Spenden gegründet.
1835
Die erste private Fortbildungsschule wurde in Vilbel gegründet. Eine städtische Waage wurde angeschafft.
1835
In Gronau wurde statt der seitherigen Bezeichnung „Centgraf“ die Amtsbezeichnung „Bürgermeister“ benutzt.
1836
Erster Gemeinderat mit 4 Mitgliedern und erster Gemeindeausschuss mit 10 Mitgliedern in Gronau.
1838
Die Brücke über die Nidda wurde am historischen Rathaus vom Hessischen Staat gebaut.
1843
Die Vilbeler Maurer gründeten eine Unterstützungskasse. Andere Berufsgruppen folgten. Diese soziale Absicherung war ein großer Erfolg schon sehr lang bevor die staatliche Krankenversicherung (1883) eingeführt wurde.
1845
Baubeginn der Bahnlinie Frankfurt – Friedberg und der Bahnbrücke aus Vilbeler Sandstein. Ein neuer jüdischer Friedhof wurde angelegt. Der alte Flurname „Am Judenkirchhof“ deutet auf die Lage eines älteren jüdischen Friedhofs hin.
1849
Beim Bau der Bahnlinie wurde der Vilbeler Mosaikboden aus der Römerzeit gefunden.
1850
Eröffnung der Eisenbahnlinie Frankfurt – Friedberg. Bahnstationen wurden in Vilbel und Dortelweil errichtet.
1852
Vilbel wurde Kreisstadt des Kreises Vilbel, dem 28 Orte zugeteilt waren, und blieb es bis 1874. Das „Amtsblatt für den Kreis Friedberg“ erschien. Daraus wurde später der „Bad Vilbeler Anzeiger“.
1853
Vilbel wurde Sitz eines Landgerichts. Das Haus Baugasse/Ecke Bergstraße wurde als vorläufiges Bezirksgefängnis errichtet.
1854
Eine öffentliche Straßenbeleuchtung wurde mit zunächst 2 Laternen am Rathaus und am Gasthaus „Landsberg“ (Frankfurter Straße 135) eingeführt. Die Laternen mussten jeden Tag geputzt und mit Petroleum gefüllt werden. Später (nach 1912) wurden sie mit Gas und danach (nach 1921) mit elektrischem Strom betrieben.
1855
Die fiskalische Mühle in Vilbel ging in Privatbesitz und wurde bis nach dem letzten Weltkrieg von wechselnden privaten Besitzern betrieben bis sie hundert Jahre später im Jahr 1955 von der Stadt erworben und zu dem Kulturzentrum Alte Mühle ausgebaut wurde. Ein Armenunterstützungsverein wurde in Vilbel gegründet.
1858
Verleihung des Stadtwappens für die Stadt Vilbel.
1863
Die erste Arbeiterversammlung wurde vom neuen Arbeiter-Bildungsverein einberufen. Der Gesangverein „Eintracht“ wurde als ältester Massenheimer Verein gegründet.
1864
Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeiter-Vereins „Lasalle“ in Vilbel.
1865
Aufhebung des Zollamts Vilbel. An Stelle eines alten Schulgebäudes wurde in der Schulstraße 13 eine neue katholische Schule errichtet.
1866
Dortelweil kam von der Reichsstadt Frankfurt zum Großherzogtum Hessen. Massenheim wurde ebenfalls angegliedert. Auch 31 Vilbeler Männer zogen in den preußisch-österreichischen Krieg. In Dortelweil wurde eine Sparkassen-Gesellschaft gegründet.
1870
Das Chaussée- und Zollhaus in Dortelweil wurde an privat versteigert.
1870/71
Auch 68 Vilbeler Männer nahmen am deutsch-französischen Krieg in hessischen Regimentern teil.
1872
Den sechs im deutsch-französischen Krieg gefallenen Vilbelern wurde ein Denkmal errichtet, das bis nach dem letzten Weltkrieg beim Südbahnhof stand und dann einen Platz auf dem Friedhof gefunden hat.
1874
Gründung der freiwilligen Feuerwehr in Vilbel.
1877
Gründung des sozialdemokratischen Wahlvereins in Vilbel, der jedoch nach dem Sozialistengesetz wieder aufgelöst und 1893 neu gegründet wurde. Die erste oberirdische Telefonleitung wurde durch Vilbel verlegt. Beginn des Ausbaus der Chausée Frankfurt – Friedberg.
1884
Vilbel erbaute ein eigenes städtisches Krankenhaus. In diesem Zusammenhang wurden zahlreiche private Stiftungen für den Bau und Betrieb des Krankenhauses verzeichnet. Davor gab es in Vilbel schon einige private Krankenstuben und Entbindungsanstalten (Ers¬te Nennung 1855). In Gronau errichtete man 1863 eine Krankenstube in einem gemeindeeigenen Haus.
1885
Der Vilbeler Gewerbeverein bot einen Sonntagsunterricht an, der bis 1930 beibehalten wurde. Die Gemeinde gründet eine eigene Kinderschule. Bereits seit 1844 gab es die erste private Kinderschule.
1888
Gründung der freiwilligen Feuerwehr in Dortelweil. Der noch heute bestehende „Gesangverein Frohsinn“ wurde in Massenheim gegründet.
1889
Die „Höhere Bürgerschule Vilbel“ wurde errichtet. Sie war die Vorgängerin der späteren Realschule und des heutigen Georg-Büchner-Gymnasiums.
1892
Zusammenlegung der beiden bislang getrennten Konfessionsschulen im „Mittleren Schulhaus“ in der Frankfurter Straße 85. Hier ist auch heute noch die Stadtschule als Grundschule untergebracht. Gründung der freiwilligen Feuerwehr in Massenheim. Gründung der ersten öffentlichen Volksbibliothek.
1893
Vilbel baut ein Armenhaus in der Lohstraße. Gründung der Sozialdemokratischen Partei in Vilbel.
1898
Das Russlandgelände (Heilsberg) wurde für eine Mark je Quadratmeter an privat verkauft.
1899
Beginn der Errichtung einer eigenen zentralen Wasserversorgungsanlage in Vilbel. Bis zu dieser Zeit erfolgte die Trinkwasserversorgung im alten Vilbel aus 5 öffentlichen Brunnen. Gebrauchswasser wurde aus der Nidda oder kleineren Bächen geholt. Wegen des immer mehr steigenden Wasserverbrauchs, der nicht mehr aus gemeindeeigenen Quellen befriedigt werden konnte, wurde das Wassernetz 1967 an das Fernleitungsnetz Inheiden angeschlossen. Seit 1902 hat sich der Pro-Kopf-Verbrauch mehr als verzehnfacht. Auch in den Ortsteilen wurde das Trinkwasser aus öffentlichen Brunnen gepumpt, bis Dortelweil und Massenheim 1913 und Gronau 1930 eine zentrale Wasserversorgung bekamen. Das Schulgeld an Vilbeler Schulen wurde aufgehoben. In Massenheim begann die Herstellung von Backsteinen in einem Ringofen mit Dampfbetrieb mit 64 italienischen Arbeitern.
1900
Carl Brod erbohrte eine kohlensäurehaltige Mineralquelle auf seinem Grundstück am Marktplatz. Der Sprudel sprang 12 Meter aus dem Boden hervor und förderte über 500 Liter Mineralwasser in der Minute. Die Badekuren in Vilbel konnten beginnen.
1903
Gründung des Kur- und Verkehrsvereins, der 1979 umbenannt wurde in Verein für Geschichte und Heimatpflege.
1904
Das erste Automobil in Vilbel wurde vom Arzt Dr. Maley gekauft. Im folgenden Jahr folgte der Kauf eines zweiten Automobils durch Herrn Hinkel.
1905
Das Schulhaus an der Bergstraße wurde errichtet.
1906
Nach langjährigen Streitigkeiten im Gemeinderat wurde der Simultanunterricht in den Vilbeler Volksschulen eingeführt.
1907
Nach dem Bau der Bahnlinie Vilbel – Heldenbergen wurde der zweite Bahnhof in Vilbel (Vilbel Nord) seiner wichtigen Bestimmung als Verkehrsknotenpunkt übergeben. Auch Gronau erhielt einen Bahnhof. Bau einer Eisenbahnbrücke bei Dortelweil.
1908
Die neu gegründete Gemeinnützige Baugenossenschaft Vilbel begann mit dem Bau der ersten Häuser.
1908
Am Ende der Hanauer Straße baute der Frankfurter Heinrich Prinz neue Wohnhäuser. Aus dieser Zeit stammt die Bezeichnung „Prinzenviertel“.
1910
Ein Betonsteg wurde als Verbindung der Frankfurter Straße zur Niddastraße errichtet, nachdem Holzstege über die Nidda seit dem 18. Jahrhundert immer wieder nach größeren Hochwasserschäden aufwändig repariert werden mussten. Ein National-Liberaler Verein wurde gegründet.
1912
Vilbel wurde an das Gasnetz der Stadt Frankfurt angeschlossen. Die Gasbeleuchtung wurde eingeführt. Massenheim wurde an die zentrale Wasserversorgung angeschlossen.
1913
Massenheim und Dortelweil wurden an die elektrische Stromversorgung angeschlossen. Die erste Telegraphen- und Fernsprechstelle wurde eingerichtet. Das Bürgermeisteramt erhielt aber erst 1918 einen eigenen Telefonanschluss. Dortelweil erhielt eine öffentliche Wasserversorgung. Gründung des Ortsverbands Vilbel des Deutschen Roten Kreuzes.
1914 bis 1918
Erster Weltkrieg. 173 Vilbeler sind im Krieg gefallen oder an den Kriegsfolgen gestorben.
1915
Der letzte Webstuhl in Massenheim wurde still gelegt. Im 18. Jahrhundert betrieben 7 Leinweber 23 Webstühle und stellten ein für Massenheim charakteristisches Handwerk dar.
1917
Im vierten Kriegsjahr mussten die Glocken vom Rathaus und von den evangelischen und katholischen Kirchen zum Einschmelzen abgeliefert werden.
1918/1919
Bildung eines Arbeiter- und Bauernrats
1919
Die volle gemeindliche Selbstverwaltung wurde erreicht. Der erste nicht ehrenamtliche Bürgermeister von Vilbel wurde gewählt.
1920
Französische Truppen besetzten Vilbel mit 1.200 Mann für die Dauer von 48 Tagen, bis sie sich wieder nach Mainz zurückzogen.
1921
Anschluss von Vilbel an das Stromnetz des Überlandwerks, nachdem Überlegungen zum Bau eines eigenen Elektrizitätswerks verworfen wurden. Dortelweil und Massenheim verfügten schon 1913 und Gronau erst 1927 über einen Anschluss an das Stromnetz.
1924
Die erste Genossenschaftsbank wurde in Vilbel gegründet.
1925
Die Höhere Bürgerschule wurde zur Realschule ausgebaut. Erster Direktor war Dr. Albert Chambré.
1927
Die Omnibuslinien nach Frankfurt und Offenbach wurden in Betrieb genommen.
1927
und 1928 Bau des Vilbeler Volkshauses in Selbsthilfe. 1931 kam das Volkshaus in den Besitz der Stadt und wurde 1933 in „Kurhaus“ umbenannt.
1929
Gründung der freiwilligen Feuerwehr in Gronau.
1930
Die Turnhalle in der Frankfurter Straße 85 wurde eingeweiht. Im Untergeschoss wurde neben der Freiwilligen Feuerwehr auch die Arbeiter-Samariter-Kolonne untergebracht. Die freiwillige Feuerwehr war hier 60 Jahre stationiert, bis 1991 der neu errichtete Feuerwehrstützpunkt bezogen werden konnte. In Gronau wurde eine Wasserleitung mit eigenem Brunnen und Pumpenhaus errichtet. 1932 Die Arbeitslosenzahl in Vilbel betrug 14 Prozent.
1933
Am Ende der Wiesengasse wurde eine Holz-Fußgängerbrücke errichtet, die 1955 nach dem Bau der Beton-Straßenbrücke abgebrochen wurde.
1933 bis 1945
NS-Herrschaft auch in Vilbel mit Verfolgung Vilbeler Juden, Demokraten und Kommunisten. In der Wahl des Gemeinderats im März 1933 erreichten die Nationalsozialisten mit 6 von 15 Sitzen nicht die Mehrheit. Nach Demonstrationen und Belästigungen von Gemeindevertretern wurden von der Hessischen Landesregierung nationalsozialistische Ratsmitglieder eingesetzt.
1934
Für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs wurde ein Denkmal im Kurpark errichtet.
1935
In Massenheim wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet. Feuerschutz gab es aber schon viel früher. Schon seit 1757 gab es eine Pflichtfeuerwehr. 1846 hatte die örtliche Feuerwehr schon zwei Rotten mit jeweils 15 Personen und eine Rettungsmannschaft und eine Brandwache mit jeweils 8 Personen.
1936
Anerkennung Vilbels als „Fremdenverkehrsgemeinde” und Heilbad. Eröffnung des Freischwimmbads. Die letzte Postkutsche fuhr auf der Strecke Vilbel – Niedererlenbach.
1936
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr in Dortelweil.
1938
Eröffnung der heutigen Straße von Bad Vilbel nach Frankfurt und einer Abzweigung nach Bergen.
1939
bis 1945 Zweiter Weltkrieg. Er hinterließ auch in Vilbel große Schäden: 62 tote Zivilisten, 437 gefallene oder vermisste Soldaten, 128 teilweise oder ganz zerstörte Gebäude.
1942
Die älteste Kirchenglocke Dortelweils (gegossen 1623) wurde zum Einschmelzen abgeholt, kehrte aber 1947 unversehrt zurück.
1945
Beginn des Wiederaufbaus. Im Rathaus versammelten sich einige Bürger, die vor 1933 öffentliche Ämter begleitet hatten. Karl Bruder wurde zum kommissarischen Bürgermeister von Vilbel bis zur Wiederkehr von Bürgermeister Moosdorf aus der Gefangenschaft ernannt. Er erließ auf Anordnung der Militärregierung eine Amtliche Bekanntmachung, in der die Ausgehzeit (6 bis 20 Uhr), die Beschlagnahme von Fahrzeugen, die Schließung der Banken und viele weitere einschneidende Maßnahmen bekannt gegeben wurden.
1946
Erste Sitzung des Gemeinderats nach dem Zweiten Weltkrieg. Baubeginn für die größte Siedlung für Heimatvertriebene in Deutschland auf dem Heilsberg. Bis 1976 fanden hier 6.500 Menschen ein neues Heim.
1946
Erster Vilbeler Markt nach dem Zweiten Weltkrieg.
1948
Das Heilbad wurde eröffnet. Die hessische Landesregierung verlieh die amtliche Bezeichnung „Bad Vilbel“. Währungsreform.
1949
Wiederaufnahme des Busverkehrs nach Frankfurt. Wiedereröffnung des Freibads.
1951
Aufhebung der Lebensmittelbewirtschaftung.
1953
Erster Spatenstich für die Sudetenlandsiedlung auf dem Heilsberg.
1954
Bau einer Brücke über die Nidda anlässlich des Baus der Umgehungsstraße (Kasseler Straße) zur Entlas¬tung der Innenstadt. Einweihung des Nidda-Sportfelds.
1955
Erwerb der Burgruine durch die Stadt Bad Vilbel aus Privatbesitz. Vier Jahre später wurde dort ein Brunnen- und Heimatmuseum eröffnet. Das weit über die Region hinaus bekannteste alljährliche Ereignis sind seit 1987 die Burgfestspiele mit zahlreichen Eigenproduktionen und Gastspielen.
1956
bis 1974 Zahlreiche Schulneubauten erhöhten das Bildungsangebot in unserer Stadt: Die Ernst-Reuter-Schule im Stadtteil Heilsberg, die John-F.-Kennedy-Schule und das Georg-Büchner-Gymnasium und die Brunnenschule.
1957
Bau einer mechanisch-biologischen Kläranlage, die seitdem laufend erweitert wurde, um mit dem schnellen Wachstum der Stadt Schritt zu halten. Die Arzneimittelfabrik Stada kam nach Dortelweil.
1959
Gründung der Volkshochschule. Einweihung des neuen Brunnen- und Heimatmuseums in der restaurierten Burg.
1961
Die John-F.-Kennedy-Schule wurde als Mittelpunktschule für den neu gegründeten Schulverband Bad Vilbel – Dortelweil – Massenheim eröffnet. Die Schule wurde nach dem ermordeten amerikanischen Präsidenten benannt. Seine Büste steht in der Schule. In der Siedlung Heilsberg wurde die Ernst-Reuter-Schule errichtet. Auf dem Heilsberg wurde das Alten- und Pflegeheim eingeweiht.
1962
Der beschrankte Bahnübergang in der Friedberger Straße nach Dortelweil wurde durch eine Brücke über die stark frequentierte Bahnstrecke ersetzt. Beginn der Niddaregulierung. In diesem Zusammenhang wurde 1963 das Alte Wehr beseitigt. Eigenes Gerätehaus für die Heilsberger Freiwillige Feuerwehr.
1962 bis 1973
wurden zahlreiche neue Kirchen in der Stadt eingeweiht. 1962 die katholische Kirche Verklärung Christi im Süden der Stadt, die evangelische Christuskirche im Stadtzentrum und die katholische Marien-Kirche im Stadtteil Dortelweil. 1966 die evangelische Heilig-Geist-Kirche auf dem Heilsberg. 1970 die katholische Herz-Jesu-Kirche im Stadtteil Massenheim. 1972 die neue Sankt-Nikolaus-Kirche. 1973 die Neuapostolische Kirche.
1963
Die damals noch selbständige Gemeinde Gronau erhielt ein Wappen, das den Zusammenfluss von Nidda und Nidder symbolisiert. Durch den Bau der Büdinger Straße wurde der Nordteil von Bad Vilbel mit Gronau und Schöneck verbunden. Dazu wurde auch eine neue Nidda-Brücke errichtet.
1964
Ein neuer Niddasteg wurde flussabwärts vom alten Steg als Verbindung von der Innenstadt, vorbei am Kurhaus, zur Niddastraße gebaut. Seit dem 18. Jahrhundert sind an dieser Stelle verschiedene Nidda-Übergänge bekannt. In der Zeit, als vor dem heutigen Kurhaus auf der Bleiche auch der Vilbeler Markt abgehalten wurde, waren neben dem Steg zeitweise während des Marktes zusätzliche Notstege errichtet. Das erste Jugendheim in Bad Vilbel wurde in der Bergstraße eröffnet. Die Vilbeler Bank stellte hierzu das nach dem Umbau nicht mehr benötigte Aushilfsgebäude zur Verfügung.
1964
bis 1977 Zahlreiche Zierbrunnen wurden vom Kur- und Verkehrsverein errichtet: 1964 der Zierbrunnen mit den Sand- und Wasserbuben in der Hanauer Straße, 1967 der Delphin-Brunnen im Park hinter der Burg, 1972 der Lohgerberbrunnen im Gronauer Weg und 1977 der Dorfbrunnen im Stadtteil Gronau.
1965
Das Georg-Muth-Haus wurde als Bürgerhaus in der Siedlung Heilsberg errichtet.
1966
Einweihung der evangelischen Heilig-Geist-Kirche im Stadtteil Heilsberg. Seither wurden die Gottesdienste in der Holzkirche abgehalten. Errichtung einer Fußgänger-Niddabrücke zwischen der Burg und der Alten Mühle.
1967
Auf dem Heilsberg wurde „Am Hang“ eine Parkanlage errichtet, die vom Ehrenbürger Pfarrer Dr. Freudenberg gestiftet wurde.
1968
Das neue Georg-Büchner-Gymnasium wurde als Kreisgymnasium in neuen Gebäuden eröffnet. Baubeginn für die katholische Herz-Jesu-Kirche in Massenheim.
1969
Die aus dem Jahr 1838 stammende Sandsteinbrücke über die Nidda am Alten Rathaus wurde durch eine breitere Betonbrücke ersetzt. Die Einweihung erfolgte in Anwesenheit des Bundesverkehrsministers. Dortelweil, Massenheim und Niedererlenbach wurden an die Bad Vilbeler Kläranlage angeschlossen.
1969
Die im Jahr 1725 eingeweihte alte Nikolaus-Kirche in der Friedberger Straße wurde abgebrochen. Nach vorübergehender Nutzung des Gemeindesaals für die Gottesdienste wurde 1972 die neue Kirche eingeweiht. Die Musikschule Bad Vilbel wurde gegründet.
1970
Einweihung des ersten Bad Vilbeler Bürgerhauses, das Georg-Muth-Haus im Stadtteil Heilsberg. Bau des ersten städtischen Kindergartens. Bis dahin gab es nur konfessionelle Kindergärten in Bad Vilbel. Verkauf des Waldstücks „Seckbacher Busch“ (Gabelung Straße nach Frankfurt und Bergen-Enkheim auf dem Vilbeler Berg) zur Errichtung der Fertighaus-Ausstellung (Eröffnung 1983). Auflösung des städtischen Bade- und Kurbetriebs und private Verpachtung im Folgejahr.
1971
Erste Verschwisterung von Bad Vilbel mit der niederländischen Stadt Huizen.
1971 und 1972
Freiwillige Angliederung der bis dahin selbständigen Gemeinden Gronau, Dortelweil und Massenheim an Bad Vilbel.
1972
Bau des Hallenbads hinter dem Kurhaus. Baubeginn des Berufsförderungswerkes in der Huizener Straße. Einweihung im Jahr 1974 mit zunächst rund 500 Reha-Plätzen.
1973
Heftige Widerstände in Bad Vilbel gegen eine beabsichtigte Eingemeindung nach Frankfurt. Bundespräsident Heinemann besuchte Bad Vilbel. Die Feuerwehr in Massenheim erhielt ein neues Gerätehaus.
1974
1200-Jahr-Feier der Stadt Bad Vilbel mit einem festlichen Auftakt in der neu errichteten Sporthalle. Der Hessische Ministerpräsident verlieh die Freiherr vom Stein-Plakette an die Stadt. Langstreckenläufer aus der niederländischen Partnerstadt Huizen hatten einen 400 Kilometer langen Marsch hinter sich, als sie in Bad Vilbel eintrafen. Einweihung der Sporthalle und der Landessportschule in Vilbel. Einweihung des Hallenbads. Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Dortelweil.
1975
1200-Jahr-Feier im Ortsteil Massenheim. Gründung des Gewerberings Bad Vilbel.
1979
Die Stadt kaufte 1978 das private „Kurheim Margarete“ in der Parkstraße. Bezug nach Umbauarbeiten als neues Rathaus. In Gronau wurde die Breitwiesenhalle als Mehrzweckhalle eröffnet.
1980
Das 1884/1885 errichtete und im Jahr 1971 vom Landkreis übernommene Krankenhaus Bad Vilbel wurde trotz heftiger Proteste der Bevölkerung geschlossen. Auch private Initiativen zur Erhaltung des einzigen Krankenhauses in Bad Vilbel hatten keinen Erfolg. Bau eines Hartplatzes im Stadtteil Gronau. Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses im Stadtteil Dortelweil zum Vereinshaus.
1983
Vom Gewerbering Bad Vilbel wurde das erste Straßenfest in der Innenstadt veranstaltet. Gleichzeitig wurden alle Geschäfte geöffnet. Das war der erste verkaufsoffene Sonntag. Wegen des großen Erfolgs wurde das Straßenfest zu einer festen Einrichtung. Die Fertighaus-Ausstellung im „Seckbacher Busch“ auf dem Heilsberg wurde eröffnet und verzeichnete bereits im ersten Jahr rund 250.000 Besucher.
1984
1200-Jahr-Feier des Stadtteils Dortelweil mit Einweihung eines Brunnens. Fertigstellung des neuen Nidda-Sportfelds. Die Stadt kaufte aus Privatbesitz die Alte Mühle zum Ausbau als Kulturzentrum. Eröffnung des Jugendfreizeitgebäudes in der Saalburgstraße.
1985
Der Niddasteg am Sportfeld wurde errichtet.
1986
1200-Jahr-Feier von Gronau. Die Mehrzweckhalle Gronau wurde als „Breitwiesenhalle“ ihrer Bestimmung übergeben.
1987
Verschwisterung mit der Stadt Glossop in Großbritannien. Start der Burgfestspiele.
1990
Verschwisterung mit der thüringischen Stadt Brotterode. Übernahme einer Patenschaft für den Heimatkreis Tepl/Petschau (Sudetenland).
1991
Einweihung des Kulturzentrums „Alte Mühle“. Neuer Feuerwehrstützpunkt für die Freiwillige Feuerwehr. Verschwisterung mit der französischen Stadt Moulins.
1993
Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten in der Innenstadt wurde der Innenstadtring eingeweiht. Einweihung des neuen Stadtwerkegebäudes. Neuer Betriebshof der Stadt im Stadtteil Dortelweil.
1995
Der erste Kreisverkehr der Stadt am südlichen Innenstadtbeginn wurde eingeweiht. Im Stadtteil Dortelweil folgten in den nächsten Jahren einige schön gestaltete Kreisverkehre, die eine Visitenkarte für die Besucher aus Richtung Norden sind.
1996
Beginn der Bauarbeiten im Neubaugebiet Dortelweil-West. Zahlreiche Familien und namhafte Firmen haben hier ein neues Zuhause gefunden. Die Stadt Bad Vilbel überschritt damit die Einwohnerzahl 30.000.
2000
Rückbau der Friedberger Straße in Dortelweil und Errichtung ansprechender Verkehrskreisel. Rückkauf des Stromnetzes durch die Stadtwerke Bad Vilbel von der OVAG. Übernahme der Stromversorgung in Bad Vilbel durch die Stadtwerke. Baubeginn der „Nordspange“ (Nordumgehung der Stadt).
2001
Eröffnung der Nordspange und Baubeginn der Nordumgehung als weitere Entlastung des Durchgangsverkehrs durch die Innenstadt.
2003/2004
Im Quellenpark (Krebsschere) werden die ersten Gewerbe angesiedelt.
2004
Fertigstellung des „Brunnenkarrees“ (Bürohaus am Brunnen Center).
2005
Das Alte Rathaus und die alte Realschule in der Frankfurter Straße werden aufwändig saniert.
2006
Die „Neue Mitte“ (Bebauung von Zentralparkplatz) und Neugestaltung des Kurparks rund ums Kurhaus befinden sich in intensiver Planung.
2007
Errichtung eines Glaspavillons für eine originalgetreue Nachbildung des Mosaikbodens aus der Römerzeit im Kurpark auf Initiative von Hassia Mineralquellen. Hier kann man sich von der Schönheit und Einzigartigkeit des Mosaikbodens überzeugen.
2010
Eröffnung des Brunnen- und Bädermuseums in einem alten Fachwerkhaus neben dem Alten Rathaus. Das zentral gelegene Gebäude wurde dazu aufwändig restauriert und auf einen modernen technischen Stand gebracht.
2012
Spatenstich für die weltweit erste deutsche private Europäische Schule, die noch im gleichen Jahr feierlich eröffnet wurde. Schon nach wenigen Jahren werden 1600 Schüler von 180 Lehrern unterrichtet.
2013
Fertigstellung der „Neuen Mitte“ am Nidda-Platz mit Geschäften und Restaurants. Eröffnung der neuen Stadtbibliothek auf der Nidda-Brücke am Nidda-Platz.
2015
Bad Vilbel wird mit dem Wintersemester 2015/2016 der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) Hochschulstandort.
2016
Bad Vilbel bezieht im Stadtteil ein modernes Rathaus. Im Historischen Rathaus verbleiben das Standesamt und das Büro vom Stadtmarketing.
2018
Baubeginn für die neue Stadthalle mit Tiefgarage und Renovierung vom Kurhaus.
2019
Die Bahnlinie Frankfurt/Friedberg wird mit zusätzlichen 2 Gleisen erweitert.
2022
Die alte Sandsteinbrücke aus dem Jahr 1850 wird für den Ausbau der Bahnlinie auf 4 Gleise abgerissen und durch eine breiteren Betonbrücke ersetzt.